Zumindest den Coaches war es klar, dass die Rückrunde nicht genauso weitergehen würde wie die Vorrunde, deren Ergebnis auch in der BNN gebührend gewürdigt wurde.
Ein Problem ist das tatsächlich nicht, denn das Team ist bekanntermaßen jung und muss lernen, in schwierigen Situationen besonnen zu bleiben und richtige Entscheidungen zu treffen oder auch regelmäßig auf einem Mindestenergie- und Konzentrationslevel zu spielen. In anderen Worten gesagt heißt das: Die Youngsters müssen Gelegenheit haben, Verantwortung anzunehmen und sich von den erfahrenen Schlachtschiffen des Teams, Karolina Sperling und Dawn Rood, zu lösen. Um wirklich an einen Aufstieg zu denken, fehlen noch verschiedene Rahmenbedingungen und so gesehen ist alles gut.
Zu einer positiven Entwicklung gehören auch Rückschläge. So begann das neue Jahr mit einer klaren Niederlage beim SSC Karlsruhe. Dort verschlief das Team, ohne seine Routiniers, gleich das erste Viertel mit 25:13, und Karlsruhe hatte damit den Sack sofort zu gemacht. Die anderen drei Viertel waren ausgeglichener und Bruchsal verlor nur mit jeweils ein oder zwei Punkten Unterschied, kam aber nicht mehr heran. Am Ende hieß es 71:55 für den SSC. Das Ergebnis spiegelt die Leistungsverhältnisse wider und man kann anerkennend gratulieren. Dennoch darf man bemerken, dass die Ergebnisse der Viertel zwei bis vier auch ein Erfolg der jungen TSG-Frauen gegen den besten Angriff der Liga waren.
Besser lief es dann daheim gegen die DJK Rabbits Eppelheim, einem Team aus der unteren Tabellenmitte. Die Verteidigung ließ den TSG-Frauen mehr Raum, so dass sich ein gutes Passspiel in Richtung Korb entwickeln konnte und auch einige Würfe aus der Mitteldistanz ihren Weg ins Ziel fanden. Der Sieg mit 88:61 ging damit voll in Ordnung und war eine schöne Einweihung der neuen Trikots, die von der Firma Elektro Heinisch aus Bruchsal gesponsort wurden. Abteilungsleiter Detlef Windgasse ist über diese Partnerschaft sehr glücklich: „Die Firma Heinisch lebt genau das, was wir auch für richtig halten: Unterstützung aus der Region für die Region. Sie haben uns schon so viele Jahre gefördert und es ist mehr als angemessen, dass wir ihren Namen jetzt auf den Trikots der ersten Frauen-Mannschaft tragen.“
Die Fahrt, eine Woche später, mit einem wieder etwas reduzierten Kader, zu den Ladyskunks nach Freiburg-Herdern war leider nicht von Erfolg gekrönt. Allerdings liegt Herdern auch stabil auf dem dritten Tabellenplatz und das nicht unverdient. Freiburg ging mit körperlichen Vorteilen ins Spiel, war aggressiver und ließ den Ball besser laufen. Damit konnten die Barockstädterinnen an diesem Tag nicht umgehen. Trotz eines ersten starken Viertels mit 11:20 ließ man sich danach sukzessive die Butter vom Brot nehmen und brach vor allem im dritten Viertel mit 22:9 komplett ein. Davon erholte sich das Team nicht und musste lernen, dass körperlicher Einsatz und Wille der Schlüssel zum Sieg waren – nur eben bei der anderen Mannschaft. Die 65:57 Niederlage galt es also in der Folgewoche aufzuarbeiten.
Ganz anders präsentierte sich das Team dann gegen die SG Mannheim, die als Mannschaft des unteren Tabellenviertels erwartungsgemäß wenig Widerstand in der Sporthalle Bahnstadt leisteten. Von Anfang an stand die Bruchsaler Verteidigung wie eine Wand und bereitete dem Mannheimer Backcourt extreme Probleme, den Ball über die Mittelline zu bringen. Die Folge waren Bruchsaler Ballgewinne und leichte Fast Break-Punkte. 24:3 hieß es nach 10 Minuten und die Coaches begannen zu experimentieren. Das nächste Viertel ging dann mit 10:14 an Mannheim, doch im dritten Viertel stellte man noch einmal mit 23:3 klar, wie dieses Spiel aus Bruchsaler Sicht ausgehen sollte. Damit war der Abend für Mannheim erledigt. Das Team legte einen freudvollen Basketball aufs Parkett und gewann deutlich mit 75:32.
Der Plan für die nächsten Wochen wird es sein, Verantwortung auf mehrere und jüngere Schultern zu verlagern. Allein schon an dem vokalen Niveau auf und neben dem Spielfeld kann man erkennen, dass die jungen Frauen dazu bereit sind.

Smilla Bräutigam trägt schon in ihrer ersten Oberliga-Saison viel Verantwortung im Aufbau und leistet dies mit Bravour.

Frauen 1 in den neuen Trikots, gesponsort von der Firma ELEKTRO HEINISCH.
